Freitag, 14. November 2014

Späte Bestätigung

immer noch verfolge ich themen die hirntumore betreffen - es lässt mich einfach nicht los.
so zum beispiel  die meldungen über " medaustron" den neuen protonen -teilchenbeschleuniger, der diese tage in probebetrieb in wr.neustadt genommen wurde.
ich erinnere mich, als das rezitiv von alex festgestellt wurde, ließ ich eine kopie der cd machen um mit dieser nach wr. neustadt zu fahren. damals wusste ich schon um den bau dieses protonen-teilchenbeschleunigers und wollte mehr darüber erfahren sowie eine zweitmeinung ein  holen. damals war der beschleuniger natürlich noch nicht in betrieb aber speziell die neurochirugen in wr. neustadt waren darüber besser informiert als in anderen kliniken. leider bekam ich damals auch die bestätigung, dass mit herkömmlicher bestrahlung eine ev. verlängerung von einem halben jahr angenommen werden musste und der bau des protonen beschleunigers eben noch länger dauern würde.

unabhängig davon ist es für mich eine späte genugtuung meine vermutung bestätigt zu finden, die ich als alex an der uni klink wien für neurochirurgie behandelt und auch operiert wurde, immer wieder hatte.
in einem kürzlich von zwei neurochirurginnen, marion reddy und iris zachenhofer, beide waren  auf der neurochirugischen abteilung des akh in wien als assistenzärztinnen angestellt, herausgegebenen buch "dachschaden" entdeckte ich aussagen die meine damaligen eindrücke dieser klinik und der dort tätigen neurochirugen (vor allem der leitenden) bestätigen.
immer wieder kommen und kamen mir gedanken über dieses thema und nun weiß ich, dass ich nicht ganz unrecht hatte. es hätte alex nicht am leben erhalten, ihm aber einiges an wartezeit auf die operation und danach ihm und mir vieles an unmut erspart.

zitat anfang: "das ganze System ist geprägt von einer irren Gier nach den richtig spannenden Operationen. das große problem der neurochirurgen besteht ja darin, dass nur 0,1 prozent der menschen einen gehirntumor entwickeln ..........so müssen die neurochirurgen um ihre fälle kämpfen. wenn in der früh die patienten in der ambulanz warten, dann reservieren sie sich schon mal die spannensten fälle, wenn sie die befugnis dazu haben. denn keiner hat lust den hundertsten bandscheinbanvorfall". zitat ende
vieles mehr was in dem buch beschrieben wird würde ich sofort unterschreiben.

"dachschaden" marion reddy, iris zachenhofer - herausg. 2014 - verlag: edition a, wien

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